Warum ein Anbieterwechsel bei der Anschlussfinanzierung sinnvoll ist

OS206574_20231126143929 • 8. Juli 2026

Weshalb ein Anbieterwechsel bei der Anschlussfinanzierung sinnvoll sein kann

Die Anschlussfinanzierung stellt für viele Immobilienbesitzer eine bedeutende finanzielle Entscheidung dar. Wer sich rechtzeitig mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzt, kann erhebliche Einsparungen erzielen. In diesem Artikel erläutern wir, warum es wichtig ist, vor Ablauf der Zinsbindung aktiv zu werden und verschiedene Angebote zu vergleichen.

Ein Jahr vor dem Ende der Zinsbindung erhalten Kreditnehmer in der Regel ein Verlängerungsangebot von ihrer Bank. Oftmals nehmen sie dieses Angebot aus Gewohnheit an, ohne die Konditionen zu hinterfragen. Das kann jedoch ein teurer Fehler sein. Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest kann der Zinsunterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot bis zu 1 % betragen, was in absoluten Zahlen Ersparnisse von 13.000 bis 26.500 Euro bedeuten kann.



Die Bedeutung des Vergleichs von Finanzierungsangeboten

Die aktuellen Zinsen sind ein entscheidender Faktor bei der Anschlussfinanzierung. Viele Banken neigen dazu, ihren Kunden aufgrund von Bequemlichkeit zunächst weniger attraktive Angebote zu unterbreiten. Daher ist es ratsam, frühzeitig verschiedene Angebote zu vergleichen. Dies ermöglicht es, die Marktbedingungen besser einzuschätzen und potenziell günstigere Konditionen zu finden.

Bei der Auswahl eines neuen Anbieters sollten Kreditnehmer jedoch nicht nur auf den Zinssatz achten. Auch die Höhe der monatlichen Raten, mögliche Bereitstellungszinsen und die Flexibilität beim Tilgen sind wichtig. Viele Banken bieten ein jährliches Sondertilgungsrecht von 5 bis 10 % der Kreditsumme an, was eine vorzeitige Tilgung erleichtert. Es lohnt sich, gezielt nach solchen Optionen zu fragen.


Aktuelle Herausforderungen und Chancen

In den letzten Jahren wurde häufig über die steigenden Zinsen und die damit verbundenen Risiken für Immobilienkredite berichtet. Insbesondere bei Krediten mit niedrigen Anfangstilgungen besteht die Gefahr einer hohen Restschuld, die nun zu einem höheren Zinssatz refinanziert werden muss. Dennoch gibt es auch positive Entwicklungen: Die Einkommen sind gestiegen und viele Immobilien haben an Wert gewonnen. Dies kann dazu führen, dass Kreditnehmer ein besseres Verhältnis von Immobilienwert zu Restschuld (Beleihungsauslauf) erreichen, was die Zinssätze positiv beeinflussen kann.


Vorbereitung auf die Anschlussfinanzierung

Für Kreditnehmer, deren Zinsbindung noch nicht abgelaufen ist, gibt es die Möglichkeit eines Forward-Darlehens. Damit können sie sich die aktuellen Konditionen sichern, auch wenn die Zinsbindung erst in einem Jahr oder später endet. Der Zinsaufschlag für ein solches Darlehen liegt in der Regel zwischen 0,25 % und 0,4 %, abhängig von der Laufzeit. Sollte der Zinssatz in der Zwischenzeit steigen, profitieren die Kreditnehmer von den vereinbarten Konditionen.


Fazit

Ein rechtzeitiger Anbieterwechsel bei der Anschlussfinanzierung kann erhebliche finanzielle Vorteile bringen. Durch einen umfassenden Vergleich der Angebote und Berücksichtigung verschiedener Konditionen lässt sich viel Geld sparen. Nehmen Sie sich die Zeit, sich über die Möglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die für Sie optimale Lösung zu finden.

Wenn Sie Fragen zur Anschlussfinanzierung oder zu anderen Finanzierungsthemen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung!


Quelle: Anschlussfinanzierung: Jetzt Anbieter vergleichen und Tausende Euro sparen

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