EZB-Leitzins 2026: Was kommt nach der Zinspause?

OS206574_20231126143929 • 7. August 2026

Im Juli hat die Europäische Zentralbank die Zinsen unverändert gelassen. Doch Finanzprofis sind sich einig: Ein weiterer Zinsschritt nach oben ist wahrscheinlich – mit Folgen auch für Immobilienkäufer.


Die EZB hat zuletzt im Juni 2026 die Leitzinsen angehoben – der Einlagenzins stieg auf 2,25 Prozent. Begründet wurde der Schritt mit dem Inflationsdruck infolge des Kriegs im Nahen Osten. Im Juli folgte dann die Pause: Die Währungshüter ließen die Zinsen unverändert und verwiesen auf die weiterhin hohe Unsicherheit bei den Energiepreisen sowie mögliche Zweitrundeneffekte auf die Inflation. An den Märkten ist man dennoch bereits einen Schritt weiter.



Was Experten für den Herbst erwarten

Eine Zinserhöhung im September gilt laut Analysten als das wahrscheinlichste Szenario. Simon Dangoo von Goldman Sachs sieht die EZB zunehmend auf steigende Inflationsrisiken fokussiert – sollten die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, hält er auch einen weiteren Schritt im späteren Jahresverlauf für möglich.

Jasmin Ehlert von der Zinsplattform Raisin rechnet damit, dass der EZB-Einlagenzins das Jahr bei 2,50 Prozent abschließen wird – also nach einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte im Herbst. Einen dritten Zinsschritt in 2026 hält sie für unwahrscheinlich.

Auch Laura Cooper von Nuveen dämpft die Erwartungen: Die Markterwartung von mehr als einer weiteren Erhöhung erscheine angesichts der Wachstumsrisiken zu aggressiv. Fazit der Profis: Ein Zinsschritt im September ist sehr wahrscheinlich – ein zweiter bleibt umstritten.


Zinssenkungen 2026? Eher nicht

Weder die offizielle Kommunikation der EZB noch aktuelle Marktkommentare deuten auf baldige Zinssenkungen hin. Die eigentliche Frage ist derzeit eine andere: Kann die Notenbank auf Dauer stillhalten – oder muss sie bei anhaltendem Energiepreisdruck noch einmal nachziehen?


Was das für Immobilienkäufer bedeutet

Der EZB-Leitzins wirkt sich nicht direkt auf die Bauzinsen aus – beeinflusst aber die Erwartungen am gesamten Zinsmarkt. Wenn Märkte mit anhaltend hohen oder sogar steigenden Leitzinsen rechnen, schlägt das auch auf die Konditionen von Baufinanzierungen durch.

Aktuell liegen die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen laut Baufi24 bei rund vier Prozent – getrieben vor allem durch die hohen Renditen langfristiger Bundesanleihen. Die Folgen sind spürbar: Das Neugeschäft bei Wohnungsbaukrediten fiel im Mai auf 17,2 Milliarden Euro, den niedrigsten Stand seit Ende 2024.

Dennoch sieht Baufi24-Kreditexperte Oliver Kohnen Chancen für gut vorbereitete Käufer: Einige Verkäufer und Projektentwickler stehen unter Druck und zeigen sich verhandlungsbereit. Wer finanziell solide aufgestellt ist und antizyklisch handelt, kann derzeit interessante Kaufgelegenheiten finden.


Was Sie jetzt tun sollten

Kaufinteressenten: Warten auf deutlich günstigere Zinsen lohnt sich nach aktuellem Stand nicht. Wer gut vorbereitet ist, sollte die aktuelle Marktlage aktiv nutzen.

Finanzierer: Angebote genau vergleichen – die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Die Hausbank ist selten das günstigste Angebot.

Bestandshalter: Wer eine Anschlussfinanzierung vor sich hat, sollte das Thema frühzeitig angehen – bevor ein möglicher Zinsschritt im Herbst die Konditionen weiter verteuert.


Haben Sie Fragen zu Ihrer Finanzierungssituation? Sprechen Sie mich gerne an.


Quelle: Berliner Morgenpost

Blog

von OS206574_20231126143929 • 18. August 2026
Aktuelle Trends auf dem Immobilienmarkt: Uneinheitliche Preisentwicklungen Die Immobilienpreise in Deutschland zeigen derzeit eine uneinheitliche Entwicklung. Während in einigen Regionen die Preise stagnieren oder leicht zurückgehen, sind in anderen Städten weiterhin steigende Preise zu beobachten. Diese Divergenz ist für viele Käufer und Investoren von Bedeutung, um informierte Entscheidungen zu treffen. Eine Analyse der aktuellen Marktentwicklungen zeigt, dass verschiedene Faktoren die Preisgestaltung beeinflussen. Dazu zählen unter anderem die regionalen wirtschaftlichen Bedingungen, die Verfügbarkeit von Wohnraum und die Zinsentwicklung. In Ballungsgebieten, wo die Nachfrage nach Wohnraum hoch bleibt, können Preisanstiege trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin beobachtet werden. Im Gegensatz dazu gibt es in ländlicheren Regionen häufig einen Rückgang der Preise, da die Nachfrage dort abnimmt. Für potenzielle Käufer und Investoren ist es wichtig, diese Entwicklungen genau zu verfolgen. Ein Anstieg der Zinsen könnte beispielsweise dazu führen, dass sich weniger Menschen für einen Immobilienkauf entscheiden, was wiederum den Druck auf die Preise erhöhen oder senken kann. Zudem ist eine individuelle Finanzierungslösung entscheidend, da die Bedingungen stark variieren können und oft bessere Alternativen zur Hausbank verfügbar sind. Wenn Sie über den Kauf einer Immobilie nachdenken oder Ihr Portfolio erweitern möchten, ist es ratsam, sich umfassend beraten zu lassen. Eine professionelle Immobilienfinanzierung kann nicht nur helfen, die besten Konditionen zu finden, sondern auch maßgeschneiderte Lösungen bieten, die auf Ihre persönliche Situation abgestimmt sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt vielfältig sind und stark von der Region abhängen. Eine fundierte Beratung kann Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und von den aktuellen Trends zu profitieren. Wenn Sie Fragen zur Immobilienfinanzierung oder zu aktuellen Markttrends haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Vorhaben und helfen Ihnen, die besten Lösungen für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.  Quelle: Uneinheitliche Entwicklung der Immobilienpreise - Presseportal
von OS206574_20231126143929 • 17. August 2026
Check24 beendet Vermittlung von Baufinanzierungen Das Unternehmen Check24 hat entschieden, seine Aktivitäten im Bereich der Baufinanzierungsvermittlung einzustellen. Diese Entwicklung hat sowohl für potenzielle Immobilienkäufer als auch für die gesamte Branche Bedeutung und wirft Fragen zur zukünftigen Marktstruktur auf. Hintergrund der Entscheidung Check24 ist bekannt für seine Online-Vergleichsdienste in verschiedenen Bereichen, darunter auch Baufinanzierungen. Die Entscheidung, die Vermittlung von Baufinanzierungen einzustellen, könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Möglicherweise spielen Marktveränderungen, erhöhte Wettbewerbsbedingungen oder interne strategische Neuausrichtungen eine Rolle. Details zu den genauen Gründen wurden bisher nicht veröffentlicht. Auswirkungen auf den Immobilienmarkt Die Einstellung der Baufinanzierungsvermittlung durch Check24 könnte mehrere Auswirkungen auf Immobilienkäufer und die Branche haben. Zunächst wird es für potenzielle Käufer wichtig sein, alternative Vergleichsportale oder Finanzierungsanbieter zu nutzen, um die besten Angebote zu finden. Die Marktlandschaft könnte sich verändern, da weniger Plattformen zur Verfügung stehen, die eine umfassende Übersicht über die aktuellen Konditionen bieten. Praktische Tipps für Finanzierungsinteressierte Für Immobilienkäufer und Finanzierungsinteressierte ist es ratsam, sich nicht nur auf eine Plattform zu verlassen. Hier sind einige Hinweise, die Ihnen helfen können, die passende Baufinanzierung zu finden: Vergleichen Sie mehrere Finanzierungsangebote von unterschiedlichen Banken und Finanzdienstleistern. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich von einem unabhängigen Finanzberater unterstützen zu lassen, um individuelle Möglichkeiten auszuloten. Informieren Sie sich über aktuelle Zinsentwicklungen und Markttrends, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Zusammenfassung der Situation Die Entscheidung von Check24, die Vermittlung von Baufinanzierungen einzustellen, markiert einen Wendepunkt im Markt für Immobilienfinanzierungen. Käufer sollten sich nun verstärkt um Alternativen kümmern und die Suche nach der optimalen Finanzierung aktiv gestalten. Eine breite Informationsbasis und persönliche Beratung können dabei helfen, die besten Konditionen zu finden. Unterstützung bei Ihrer Baufinanzierung Falls Sie Fragen zur Immobilienfinanzierung haben oder Unterstützung bei der Suche nach der passenden Baufinanzierung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, um Ihre individuelle Situation zu besprechen und gemeinsam die besten Lösungen zu finden. Quelle: Check24 stellt eigene Vermittlung von Baufinanzierungen ein - RND.de